Am Samstag, den 25. April, wurde in Bietigheim ein ganz
besonderes Ereignis gefeiert: die Einweihung des neuen Brot- und
Pizzabackofens.
Die Idee für den Ofen entstand im Rahmen der "Sorgenden
Gemeinschaft", in der Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen für ein
lebenswertes Bietigheim einbringen konnten. Aus dieser Initiative heraus
bildete sich rasch eine engagierte Kerngruppe, die das Projekt mit großer
Leidenschaft vorantrieb. Mit Unterstützung der Dr. Jakob-Kölmel-Bürgerstiftung,
die die Finanzierung des Ofens übernahm, wurde aus der Vision schließlich
Realität.
Auch ein passender Ort war schnell gefunden: der
Bietigheimer Bienenstock im Ötigheimer Weg 2. Das ehemalige evangelische
Gemeindehaus wurde von der Stiftung erworben und liebevoll saniert und soll als
Begegnungszentrum dienen. Seit Dezember steht der Ofen dort im Garten und wurde
seither mit viel Einsatz weiterentwickelt. Die Projektgruppe errichtete einen
stabilen Sockel, ein schützendes Dach ist gerade noch im Bau und auch um die
Ausstattung rund um den Ofen hat sie sich gekümmert.
Das Einweihungsfest selbst wurde durch Fördermittel - den
sogenannten "Beteiligungstaler" der Allianz für Beteiligung - ermöglicht. Damit
konnten Zutaten, Zubehör, Getränke und vieles mehr finanziert werden. Das
Ergebnis war ein rundum gelungenes Fest: Liebevoll dekoriert, mit informativen
Pinnwänden zur Entstehungsgeschichte und vielen Mitmachangeboten für Groß und
Klein. So entstanden zahlreiche Ideen, wie der Ofen langfristig ins
Gemeindeleben integriert werden kann. Viele Interessierte haben zudem ihre
Unterstützung angeboten - ein starkes Zeichen für den gelebten
Gemeinschaftssinn in Bietigheim.
Im Mittelpunkt des Festes stand nicht nur das Essen, sondern
vor allem der Austausch. Viele Gäste brachten neue Ideen ein: Backtage für
Vereine, Angebote für Kindergärten und Schulen oder sogar die Vision eines
ersten Bietigheimer Backbuchs. Besonders gefragt war das Pizzateigrezept, das
direkt vor Ort verteilt wurde und großen Anklang fand. Auch an die kleinen Gäste wurde gedacht. Eine Sandspielecke, ein Maltisch, Musik und eine durchweg fröhliche Atmosphäre sorgten dafür, dass sich alle Generationen willkommen fühlten.
Das ehrenamtliche Brotback-Team freute sich besonders über
den Besuch von Bürgermeister Constantin Braun, der sich die Gelegenheit nicht
entgehen ließ, persönlich vorbeizuschauen. In entspannter Atmosphäre probierte
er ein Stück der frisch gebackenen Pizza und zeigte sich sichtlich begeistert
von Geschmack und gelungener Umsetzung des Projekts. In einer kurzen Ansprache
bedankte er sich gemeinsam mit der Initiatorin Stefanie Jazbec - die die Idee
des Brot- und Pizzabackofens einst bei der Dorfkonferenz vorgestellt hatte -
bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement. Beide betonten, wie
beeindruckend es sei, was entstehen kann, wenn Menschen gemeinsam anpacken und
ihre Ideen aktiv einbringen.
Stefanie Jazbec nutzte die Gelegenheit, um sich herzlich bei der
Gemeindeverwaltung für die tatkräftige Unterstützung und die hervorragende
Zusammenarbeit zu bedanken - sei es durch den Transport von Pavillons und
Stellwänden durch den Bauhof oder die Hilfe beim Setzen des Ofens. Dieses echte
"Hand in Hand"-Arbeiten wurde auch von Bürgermeister Braun besonders
hervorgehoben und geschätzt. Ein weiterer großer Dank galt der Stiftung, die
die Finanzierung des Ofens übernommen hat und den vielen helfenden Händen, die
vom Rasenmähen, über Holz hacken, bis hin zum Einbacken tatkräftig angepackt
haben. Dieses Zusammenspiel aller Beteiligten zeigt eindrucksvoll, was möglich
ist, wenn viele Kräfte zusammenwirken.
Kulinarisch ließ die Veranstaltung keine Wünsche offen.
Insgesamt wurden Pizzen aus rund 10 Kilogramm Mehl hergestellt und mit viel
Liebe belegt. Ergänzt wurden sie durch frisch gebackene Brote, leckere Dips und
zahlreiche Kuchenspenden. Die Begeisterung der Besucherinnen und Besucher war
entsprechend groß.
Ein häufig geäußerter Wunsch war der Kauf fertiger Brote.
Das Brotbackteam verfolgt jedoch bewusst einen anderen Ansatz: Es geht nicht um
kommerziellen Verkauf, sondern um gemeinsames Erleben. Künftig sollen
Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, sich zu Backtagen anzumelden,
ihren eigenen Teig mitzubringen und gemeinsam zu backen. Während der Ofen
arbeitet, entsteht Raum für Gespräche, Begegnung und Austausch - und am Ende
nimmt jeder sein eigenes frisch gebackenes Brot oder seine Pizza mit nach Hause. Die Termine für die ersten Backtage sind am 23. Mai und am 13. Juni. Weitere Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung erfolgen zeitnah über den Gemeindeanzeiger.
Besonders deutlich wurde an diesem Tag die Bedeutung des
Bietigheimer Bienenstocks als Begegnungszentrum. Ohne diesen Ort wäre ein
Projekt wie der Brot- und Pizzabackofen kaum denkbar. Hier finden
unterschiedliche Gruppen zusammen, unterstützen sich gegenseitig und schaffen
Verbindungen, die weit über das einzelne Projekt hinausgehen.
Die gesammelten Spendengelder werden für den weiteren Ausbau
der Brotbackaktionen und zur Unterstützung des Bietigheimer Bienenstocks als
Begegnungszentrum verwendet.
Am Ende bleibt vor allem eines: große Dankbarkeit. Ein
herzliches Dankeschön gilt dem gesamten Brot- und Pizzabackteam sowie allen
Helferinnen und Helfern, die dieses Fest möglich gemacht haben.
Dieses Brotbackfest war mehr als nur eine Einweihung - es
war ein Fest, das verbindet. Und es zeigt eindrucksvoll: Wenn Menschen
zusammenkommen, entsteht etwas Besonderes.




